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Bericht von den Seniorenferien in Alt Sankt Johann

29. Juli 2010 - Seelsorgeraum

Seniorenferien des Seelsorgeraumes Dietikon - Schlieren in Alt St. Johann
Samstag, 17. Juli – Samstag, 24. Juli 2010
Über 30 Personen haben dieses Angebot angenommen und sich auf die Fahrt mit dem Eurobus ins Toggenburg gewagt.
Die Überraschung war der Zwischenhalt in Maria-Dreibrunnen bei Will. Wie haben wir die wunderschöne Barockkirche bewundert und nach einer kurzen Besinnung die wechselvolle Geschichte dieses herrlichen Gotteshauses erfahren.
Im Pilgerhaus stärkten wir uns mit einem feinen Essen für die Weiterfahrt nach Alt St. Johann. Bei der Ankunft im Hotel Schweizerhof gab`s einen Apéro und den Zimmerschlüssel. Schon fühlten wir uns daheim. Jeden Tag durften wir die Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit von Frau und Herrn Schlumpf und aller Angestellten erleben.
Mit dem Besuch des Sonntagsgottesdienstes in der licht durchfluteten Pfarrkirche Alt St. Johann kam wirklich Sonntagsstimmung auf. Diese Stimmung war die ganze Woche da. Wenn nach kühlen Nächten die Sonne von einem tiefblauen Himmel die Hänge und Matten in sattem Grün erstrahlen liess, war „Sonntag“.
Der Spaziergang auf dem Iltios-Sellamatt-Klang-Weg durch blühende, farbintensive Blumenwiesen tat uns gut. Beim Ausflug auf die Schwägalp war leider der Gipfel des Säntis im Nebel.
Am Abend in der Propstei mit dem Schulleiter Stefan Gubler erlebten wir Musikgeschichte aus dem Toggenburg. Fasziniert hörten wir die Geschichte des Instrumentenbauers Ulrich Ammann. Der einfache Bauer Ammann baute schon mit 14 Jahren eine Hausorgel mit 4 Registern.
Kaum ein anderer Instrumentenbauer hat im 18. Jahrhundert mit so viel Liebe zum Detail Flöten, Klarinetten, Fagotte und Tasteninstrumente gebaut und weiterentwickelt. Wir bewunderten diese schönen Instrumente die Herr Gubler mit Begeisterung und grossem Einsatz in der halben Welt gesucht und gefunden hat. Der Besuch des Heimatmuseums im schönen Städtchen Lichtensteig galt auch der Ausstellung: „Haussegen und Hexenschlüssel.“
Die Lesung des ehemaligen Tierarztes Dr. Eppenberger, einem begnadeten Erzähler, war unterhaltsam, witzig und begeisterte uns.
Der diesjährige Tagesausflug führte uns in die Bischofsstadt St. Gallen. Wir erlebten bei der Führung durch die schöne monumentale Kathedrale Kunst und Kultur. Das exzellente Essen in Peter und Paul und der anschliessende Rundgang durch den schattigen Tierpark erfreuten uns. Die Heimfahrt durchs liebliche Rheintal beendete diesen schönen Tag.
Trotz der schönen, auch lehrreichen Ausflüge, blieb immer auch genügend Zeit zum Spazieren, zum Flanieren im Kräutergarten, zum Plaudern, Lesen, Jassen, Stillewerden.
Einmalig war der Abschiedsabend. Herzige Figuren als Tischdekoration, gebastelt von Rita Stäbler, ein super Buffet, lustige Toggenburger Musikanten, so herrschte bei Gesang und Tanz, Fröhlichkeit und Lebenslust.
Die Gemeinschaft dieser Tage tat allen gut. Jedes war für das Andere da und nahm Anteil an seinen Sorgen und Nöten. Wir sind wieder daheim, trotzdem sind diese Tage nicht vorbei, sie leben weiter, nicht nur als Erinnerung, sondern als „sonntägliche“ Bereicherung im oft grauen Alltag.

Sr. Elisabeth Müggler, Hans-Ruedi Simmen und Trudi Allaz ein ganz herzliches „Vergelt`s Gott“.

Bericht: Klara Isenring; Fotos: Sr. Elisabeth Müggler

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